Archiv der Kategorie: Beobachtung und Fotografie

Heller Reflexionsnebel im Orion

Neben dem berühmten Orionnebel befinden sich im Sternbild Orion noch viele weitere interessante Objekte. Eines davon ist der Reflexionsnebel Messier 78 (M78), der nordöstlich der drei Gürtelsterne unter dunklem Himmel bereits mit einem Fernglas zu sehen ist. M78 gehört zum Orion-Nebel-Komplex und ist etwa 1300 Lichtjahre von uns entfernt. Sein Staub reflektiert das Licht zweier bläulicher Sterne der 10. Größenklasse, im Nebel sind aber noch weitere junge Sterne verborgen. Im Katalog des Astronomen Charles Messier ist M78 als hellster Reflexionsnebel des Himmels der einzige Vertreter dieser Objektklasse.

Bilder: Die Position von M78 im Sternbild Orion, aufgenommen von Dany Herzberg. Das Detailbild von M78 entstand mit dem 2,2-Meter-MPG/ESO-Teleskop am La-Silla-Observatorium in Chile. ©ESO/Igor Chekalin CC BY 4.0
Bilder: Die Position von M78 im Sternbild Orion, aufgenommen von Dany Herzberg. Das Detailbild von M78 entstand mit dem 2,2-Meter-MPG/ESO-Teleskop am La-Silla-Observatorium in Chile. ©ESO/Igor Chekalin CC BY 4.0

Komet 3I Atlas

Der Komet 3I Atlas (C/2025 N1), entdeckt am 1. Juli 2025 vom Frühwarnsystem ATLAS, ist das bisher 3. bekannte Objekt, von dem nach derzeitigem Stand angenommen wird, dass es von außerhalb des Sonnensystems kommt. Der Komet hatte seine größte Helligkeit Ende Oktober, war zu der Zeit aber nicht beobachtbar, da er zu dicht an der Sonne und damit in der Morgendämmerung lag. Mittlerweile liegt der Komet im Sternbild Krebs und wandert langsam entlang der Ekliptik in das Sternbild Zwillinge auf den Jupiter zu.

Die durch Beobachtung gewonnenen Daten zeigen, dass der Komet langsamer an Helligkeit verliert, als die ursprünglichen Extrapolationen annehmen ließen. Daher dürfen wir annehmen, dass er bei guten Bedingungen auch Ende Januar noch mit größeren Teleskopen (>30 cm) beobachtbar sein sollte, fotografisch aber sichtbar gemacht werden kann. Die Magnitude sollte dann um 13 liegen. Dies ist mit Sicherheit eine Herausforderung, aber so häufig hat man nicht die Chance, einen Kleinkörper von außerhalb des Sonnensystems zu beobachten.