Archiv der Kategorie: Himmel aktuell

Totale Mondfinsternis am 21. Januar 2019

In der Nacht vom 20. auf den 21. Januar 2019 (Sonntag auf Montag) durchläuft der Vollmond den Kernschatten der Erde. Es kommt zu einer totalen Mondfinsternis, die von Lübeck aus sichtbar sein wird.

Wer diese Finsternis von Anfang an erleben möchte, muss früh aufstehen, denn die partielle Phase beginnt bereits um 04:34 MEZ. Dann steht der Mond noch 32° hoch am westlichen Himmel. Zum Beginn der totalen Phase steht er noch etwas über 20° hoch über dem Horizont und sollte recht bequem zu beobachten sein. Während der Austrittsphase nähert sich der Mond aber rasch dem Horizont, die partielle Phase endet um 07:51 MEZ in nur 5° Höhe.

Verlauf der totalen Mondfinsternis vom 21. Januar 2019

Zeiten der Phasen der totalen Mondfinsternis vom 21. Januar 2019
EreignisZeit (MEZ)Höhe über Horizont
Eintritt in den Halbschatten03:3540°
Eintritt in den Kernschatten04:3432°
Beginn der Totalität05:4123°
Mitte der Finsternis06:1218°
Ende der Totalität06:4413°
Austritt aus dem Kernschatten07:51
Monduntergang08:33
Austritt aus dem Halbschatten08:50unterm Horizont

Obwohl sich der Mond bei einer Mondfinsternis im Schatten der Erde befindet, bleibt er dennoch sichtbar. Grund dafür ist Sonnenlicht, das in der Erdatmosphäre gebeugt wird. Die verbleibende Helligkeit des Mondes kann von Finsternis zu Finsternis erheblich variieren. Meist erscheint der verfinsterte Mond in einem mehr oder weniger hellem Rost- oder Kupferrot.

Eine Mondfinsternis ist grundsätzlich überall auf der Welt dort sichtbar, wo der Mond gerade über dem Horizont steht. In diesem Fall sind das Europa, Nord- und Südamerika, Grönland und über dem Atlantik.

Die Mondfinsternis kann völlig gefahrlos mit bloßem Auge oder einem Feldstecher beobachtet werden. Besondere Schutzfilter sind nicht erforderlich.

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Kleine partielle Mondfinsternis am 7. August 2017

In den Abendstunden des 7. August 2017 (Montag) ereignet sich eine partielle Mondfinsternis, die allerdings in Deutschland kaum zu beobachten sein wird, denn sie endet in der hellen Abenddämmerung bereits kurz nach Mondaufgang.

Der volle Mond geht in Lübeck um 20:52 MESZ auf, aber bereits um 21:19 MESZ verlässt er den Kernschatten der Erde; dann steht er nur knapp 3° über dem Süd-Ost-Horizont. Eine sehr gute, freie Sicht in diese Himmelsrichtung ist also erforderlich, um das Himmelsereignis beobachten zu können.

Doch auch dann ist die Beobachtung schwierig, denn die Sonne, die bei Vollmond ja in etwa zur selben unter- wie der Mond aufgeht, ist dann gerade eben unter den Horizont verschwunden, der Himmel daher praktisch noch taghell.

Wer die Beobachtung versuchen möchte, den erwartet ein ähnlicher Anblick wie in dieser Simulation. Man muss schon genau hinsehen, um zu erkennen, dass der Mond „rechts-unten“ etwas dunkler erscheint, dort machen sich die Reste des Erdschattens bemerkbar.

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Komet 41P/Tuttle-Giacobini-Kresak bei M 97 und M 108

Im März 2017 befand sich der Komet 41P/Tuttle-Giacobini-Kresak in derselben Himmelsgegend wie die Galaxie M 108 und der planetarische Nebel M 97 und bildete so eine attraktive Konstellation.

Der Komet war für das bloße Auge zu lichtschwach, selbst für Beobachter mit Feldstechern war er schwer wahrzunehmen. Erst in dieser Aufnahme von Torsten Brinker ist er als diffuses Wölkchen mit einem gerade zu erahnenden Schweifansatz gut zu erkennen.

Im März 2017 befand sich der Komet 41P / Tuttle-Giacobini-Kresak in derselben Himmelsgegend wie die Galaxie M 108 und der planetarische Nebel M 97 und bildete so eine attraktive Konstellation (Torsten Brinker)

Komet 41P umrundet die Sonne in gut 5 Jahren, in der Vergangenheit kam es gelegentlich zu Helligkeitsausbrüchen – bei seinem diesjährigen Besuch leider nicht.

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Halbschatten-Mondfinsternis am 10./11. Februar 2017

In der Nacht vom 10. auf den 11. Februar 2017 (Freitag auf Sonnabend) ist Vollmond. Der Mond verfehlt dabei den Kernschatten der Erde nur knapp, so dass es nicht zu einer totalen oder partiellen Mondfinsternis reicht. Stattdessen durchläuft der Mond den Halbschatten der Erde.

Der Effekt ist jedoch anfangs zu schwach, um bemerkt zu werden. Erst zur Mitte dieser Halbschatten-Mondfinsternis um 01:44 MEZ erscheint der nördliche Bereich des Erdtrabanten zwar nicht viel aber trotzdem auffällig dunkler als der Rest.

Mondfinsternis in der Nacht vom 10. auf den 11. Februar 2017
Mondfinsternis in der Nacht vom 10. auf den 11. Februar 2017
EreignisZeit (MEZ)Höhe über Horizont
Eintritt in den Halbschatten23:3248°
Mitte der Finsternis01:4446°
Austritt aus dem Halbschatten03:5533°

Die Mondfinsternis kann völlig gefahrlos mit bloßem Auge oder einem Feldstecher beobachtet werden. Besondere Schutzfilter sind nicht erforderlich. Der Mond erscheint allerdings anfangs blendend hell, wenn man ihn im Fernglas betrachtet, die Augen gewöhnen sich aber schnell daran.

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Kometen im Frühjahr 2017

Bis zum Sommer können wir vier Kometen beobachten, die schon mit kleineren optischen Hilfsmitteln zu sehen sind. Bereits in einem Fernglas oder kleinem Teleskop kann man einen diffusen Klecks sehen, größere Geräte zeigen ggf. Strukturen und den kometentypischen Schweif. Die Kollegen von astronomie-nord.de haben dazu ein paar Beobachtungshinweise zusammengestellt. Wer einen grandiosen Anblick erwartet, wie man ihn von Bildern her kennt (so wie der Komet Hale-Bopp oben), sollte allerdings nicht weiterlesen, denn genau das gibt es nicht zu sehen.

https://astronomie-nord.de/kometen-im-fruehjahr-2017

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02.11.: Ein Trio in der Abenddämmerung

Schon seit Monaten dümpelt die helle Venus tief im Südwesten herum, aber langsam entwickelt sich ihre Abendsichtbarkeit. Heute kommt es auch zur vorerst letzten Begegnung zwischen Mond und Saturn. Bald ist der Ringplanet unbeobachtbar hinter der Sonne verschwunden.

02.11.: Mond bei Venus und Saturn tief in der Abenddämmerung
02.11.: Mond bei Venus und Saturn tief in der Abenddämmerung

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