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Die Sternwarte Lübeck auf dem Hansekulturfestival – eine Rückschau

Am Wochenende vom 07.06.- 09.06.2024 fand in Lübeck das große Altstadtfest “HanseKulturfestival” statt. Nach Angaben des Veranstalters Lübeck Travemünde Marketing GmbH kamen etwa 250.000 Besucherinnen und Besucher.

Die Sternwarte Lübeck beteiligte sich als einer von etwa 1.000 Akteuren und Anwohnern mit einem gemieteten Stand auf der sogenannten “Vereinsmeile” an der Untertrave.

Unser Stand war als einziger der Vereinsstände durchgehend während der Festival-Zeiten geöffnet und durchweg gut besucht.

Bericht von Manuela Bräck

Wir waren technisch gut ausgestattet, hatten als Blickfang das 11″ Schmidt-Cassegrain Teleskop (eine Spende von Michael Möller), und zur Sonnenbeobachtung den 4 Zoll Refraktor mit Herschelkeil, den großen Prismen-Spektrograph und ein ein 60 mm Lunt Hα Teleskop (Eigentum eines Vereinsmitglieds) mit dabei. Im Pavillon hatten wir unser Modell von Baader Planetarium sowie einen Mondglobus aufgestellt. Für die Kinder gab es draußen ein tolles Kugelspiel (von Ingrid) sowie als kleine Geschenke zum Mitnehmen eine Sonnenuhr als Bastelvorlage, ein Sterne und Weltraumlesezeichen sowie Sternwartenaufkleber.

Es war ein großartiges Event. Wir konnten den Gästen das Universum ein klein wenig näher bringen. Vor allem Familien mit Kindern wurden von der Weltraumdekoration des Stands und den aufgestellten Teleskopen wie magnetisch angezogen. Es kamen auch etliche Besucher an den Stand, die die Sternwarte noch von ihrem alten Standort am Ährenfeld kannten und teilweise nicht wussten dass, oder wo die Sternwarte wiedereröffnet wurde.

Alle Besucher wollten durch das tolle Teleskop schauen, viele Kinder stiegen auf die dafür bereitgestellte Leiter (manche Besucher konnten sogar von oben ins Teleskop schauen).

Das Wetter ist für uns Sternfreunde immer wieder eine Herausforderung und somit haben wir auch immer einen Plan B in der Hinterhand, sollte es regnen, stürmen oder schneien. Und leider war es die meiste Zeit bewölkt, windig oder regnerisch. Ein nordischer Sommer eben. Aber das was sich da unsere Sternfreunde ausgedacht haben ist schon klasse.

Besucher schauten uns immer wieder ungläubig an mit den Worten, kann man bei dieser Bewölkung überhaupt etwas sehen. Ich musste lachen und ermunterte dann mit einem Zwinkern zur Durchsicht. Tja ich liebe die Kreativität unserer Sternenfreunde, die hatten nämlich für Schlechtwetter, hoch oben im gegenüberliegenden Fenster  diverse Bilder platziert um sie dann mit dem Fernrohr anzusteuern. Die Begeisterung war groß, so konnten wir doch den Blick ins Universum ein klein wenig simulieren.

Dieses Wochenende hat mir mal wieder gezeigt, mit welch einer Leidenschaft, Engagement und Fachwissen hier unsere Sternenfreunde aktiv sind, ja sie brennen und ihre Augen leuchten. Ich habe es sehr genossen, wie sie mit allen Interessierten ob klein oder groß gute Gespräche führten, den Kindern das Kugelspiel mit einer tollen Geschichte erklärten.

Viele Besucher waren erstaunt – Ja, Lübeck hat eine Sternwarte! und wir haben alle  Besucher eingeladen uns in unserer Sternwarte zu besuchen.

Es war ein schönes Fest, fröhliche und interessierte Besucher, leuchtende  Augen. Es ist immer wieder ein besonderer Spirit mit den Sternenfreunden so eine Veranstaltung zu erleben.

Besonderer Dank geht an das Orga-Team, sowie die Roadies die für den Auf- und Abbau zuständig waren und die vielen tollen Helfer, alle ehrenamtlich tätig, viele noch mit Familie, Job etc.

Lübeck hat eine tolle Sternwarte.

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Navigation – Vortrag im Europäischen Hansemuseum

Wie gelangt man von hier nach dort, wenn man den Weg nicht kennt? Wie können die Sterne einem hierbei helfen?

Schon seit dem Altertum spielte die Astronomie eine bedeutende Rolle in der Navigation und somit bei der Entdeckung neuer Welten.

Nicht ohne Grund sind einige Sternbilder nach nautischen Instrumenten benannt, wie der Sextant, der Oktant, der Kompass.

Das Europäische Hansemuseum Lübeck hat uns anläßlich der Sonderausstellung “Von hier nach dort” eingeladen, einen Vortrag für das Rahmenprogramm der Ausstellung beizusteuern. Dieser Einladung sind wir sehr gerne gefolgt.

Hören Sie am Donnerstag, den 11. Juli 2024 um 18:00 unser Vereinsmitglied Ralph Rohde in den Räumen der Sonderausstellung im Burgkloster, Raum Malmö!

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SoFi in der Hauptstadt

1 Grund der Reise

Eigentlich wollten wir die SoFi im Planetarium Hamburg miterleben. Aber leider: Zu spät! Als wir buchen wollten, war alles ausverkauft. Es ergab sich dann, dass auch im Berliner Planetarium eine live-Übertragung der Sonnenfinsternis angeboten wurde. Vorteil dabei war: a) kostenlos, b) Kartenausgabe erst am Veranstaltungstag ab 18:00. Somit sicherte frühzeitiges Erscheinen (beste) Plätze.

Also Lübeck Hbf ab: 12:37 Uhr  –  Berliner Planetarium an: 16:00 Uhr

2 Das Berliner Zeiss-Großplanetarium

Da blieb auch noch Zeit um sich über das Berliner Planetarium bzw. die Berliner Planetarien zu informieren. Zur Unterscheidung von dem anderen Berliner Planetarium, dem Planetarium am Insulaner im Berliner Ortsteil Schöneberg,  firmiert das hier relevante unter dem Namen Zeiss-Großplanetarium.

Das Zeiss-Großplanetarium (siehe obiges Beitragsbild) wurde 1987 zur Berliner 750-Jahr-Feier als eines der größten und modernsten Planetarien weltweit in Ost-Berlin eröffnet. Es befindet sich im Ortsteil Prenzlauer Berg. Es ist heute einer der letzten Repräsentationsbauten der ehemaligen DDR. Zwischen April 2014 und August 2016 wurde das Planetarium umfassend saniert und zum modernsten Wissenschaftstheater Europas umgebaut. Dabei wurde auch die Medientechnik vollständig erneuert. Das Zeiss-Großplanetarium verfügt im großen Planetariumssaal über 307 Sitz-/Liege-Plätze.

3 Die Veranstaltung

Abb. 1 und 2: Planetariumsvorplatz um 16:00 Uhr und um 17:30 Uhr

Beim Eintreffen um 16:00 Uhr war der Vorplatz noch einer der einsamsten Orte in Berlin. Mit der Zeit sollte sich das ändern.

Abb. 3: Warteschlange aufgenommen von rbb

Kurz vor 18:00 gab sich auch das Regionalfernsehen rbb (Rundfunk Berlin-Brandenburg) die Ehre. Der Sender übertrug später Teile der SoFi-Live-Übertragung live in seiner Abendschau.

Punkt 18:00 Uhr wurden die Türen geöffnet und die Karten ausgegeben.

Abb. 4: Eintrittskarte zu 0,00 EUR

Ob alle Anstehenden Karten bekommen haben, kann ich nicht sagen. Man hätte in der Warteschlange vielleicht bis 307 abzählen sollen. Einlass in den Planetariumssaal war dann gegen 19:15. Die Caterer im Foyer sollten ja auch nicht vergeblich angereist sein.

Pünktlich ab 19:30 erläuterte Planetariumsdirektor Tim Florian Horn das Geschehen, das sich im 360° Fulldome über den Teilnehmern abspielte. Zu meiner Überraschung hatten sich die Berliner an die Übertragung des Hamburger Planetariums angehängt. Etwas neidvoll („irgendetwas mache ich falsch“) berichtete Herr Horn von seinem Hamburger Kollegen, einem gewissen Björn Voss („das ist der Mann da mit dem Hut“), der auf Firmenkosten nach Texas geflogen sei und das Schauspiel nun vor Ort direkt miterleben könne. Die nächste Überraschung war, dass sich das Hamburger Aufnahmeteam gar nicht in Texas sondern in Mexiko befand um den über Texas angekündigten Wolkenbändern auszuweichen. Kein schlechter Schachzug, wie sich zeigen sollte.

Abb. 5: Prima Wetter in Mexico

Parallel wurden auch Sequenzen aus dem youtube-Kanal der NASA gezeigt, die den Stand der Bedeckung an mehreren Orten in den USA vor Augen führten.

Abb. 6: Wie sieht’s woanders aus?

Die bei solchen Übertragungen kaum zu vermeidenden Unterbrechungen durch kurzzeitiges Einknicken der Übertragungswege blieben dem Publikum nicht erspart. Darüber hinaus ging meinem Handy der Saft aus, sodass ich den weiteren Verlauf nicht mehr dokumentieren konnte. Nicht schlimm: Denn das haben ASL-Kollegen auf WhatsApp ja bravourös erledigt.

4 Fazit

Insgesamt ein netter Ausflug. Es dürfte sich lohnen – auch ohne SoFi – die Berliner Planetarien bei Gelegenheit einmal näher in Augenschein zu nehmen.

Bildnachweis

  • Beitragsbild: ZPG-Header, Stiftung Planetarium Berlin
  • Abb. 1, 2, 4, 5, 6: Privatfotos K. Ammann
  • Screenshot rbb-Abendschau (8. April 2024)

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11. Norddeutsches Sternwartentreffen 2024 in Lübeck

Letztes Jahr mussten wir das geplante 11. NST 2023 leider wegen zu geringer Beitragsanmeldungen absagen.

Ein Ersatztermin ist jetzt gefunden.

Wir laden ein zum 11. NST am 14. September 2024 in der Sternwarte Lübeck!

Wir hoffen, Ihr habt die Zeit genutzt und reichlich astronomische Aktivitäten durchgeführt, über die Ihr auf dem diesjährigen NST in Lübeck berichten wollt.

Zu Programm und Anmeldung hier klicken!

Wir freuen uns auf Euch!

Euer Team der Sternwarte Lübeck

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Unser Programm für Herbst und Winter 2022

Jetzt, wenn im Herbst die Tage wieder kürzer und die Nächte länger werden, werden so einige unter uns von einer gewissen Schwermut heimgesucht.

Wir vom ASL e.V. (Arbeitskreis Sternfreunde Lübeck e.V.) hingegen fiebern den langen Nächten bereits entgegen und freuen uns, Sie in Lübecks neuer Sternwarte begrüßen zu dürfen. Lassen Sie sich von unserem am 23. September startenden Vortragsprogramm mitreißen.

Unser Vortragsprogramm richtet sich an alle Interessierte!

Reisen Sie mit uns zum Beginn des Universums und erfahren Sie, wie sich die Elemente gebildet haben. Tauchen Sie in die Welt der sogenannten Deep Sky Objekte ein.  Gehen Sie mit uns den Fragen nach, wie das Leben auf unserem Planeten entstehen konnte, ob wir allein im Universum sind und wie wir extraterrestrisches Leben ausfindig machen könnten.

Wollen Sie wissen, wie die Zukunft des Universums aussehen könnte und wie wir Planeten in anderen Sternsystemen ausfindig machen können? Auch dann ist die Sternwarte Lübeck die richtige Adresse.

Wir freuen uns sehr, dass wir auch dieses Jahr, neben unseren Vereinsmitgliedern, wieder hochkarätige externe Gastredner für unser Vortragsprogramm gewinnen konnten.

Für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren bieten wir auch dieses Jahr wieder die äußerst beliebte Reihe „Sternenabende für Kinder“ an.

Bei unserem kindgerechten Programm gehen wir den Fragen nach wie die Jahreszeiten entstehen, ob Sterne einen festen Wohnort haben, wie und wo wir das Milchstraßenband sehen können und was Lichtverschmutzung ist.

Wollen Sie im Anschluss an unseren Vorträgen das Gehörte auch betrachten? Dann bleiben Sie einfach vor Ort und nehmen an unseren öffentlichen Beobachtungsabenden Teil!

Es stehen diverse Teleskope verschiedenster Bauart ebenerdig zur Verfügung. Wer den Aufstieg in Lübecks neue Sternwartenkuppel nicht scheut, darf selbstverständlich auch einen Blick durch die großen Hauptinstrumente der Sternwarte riskieren. Zudem haben wir den Schwung der neuen Örtlichkeiten aufgenommen und in weiteres modernes Equipment investiert. Via Video-Astronomie (auch EAA) können wir Ihnen die Schönheit des Universums auch in Farbe präsentieren und das fast in Fotoqualität.

Auch die Beobachtungsabende richten sich an alle Interessierte und können unabhängig vom Vortragsprogramm besucht werden. Bringen Sie auch gerne auch Ihre eigenen Teleskope und/oder jegliche Fragen rund um das Thema Astronomie mit. Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Die Beobachtungsabende sind generell kostenlos, bei jedem der kann und mag freuen wir uns aber über eine kleine Spende. Preise und Termine für unser Vortragsprogramm entnehmen Sie bitte unserem Veranstaltungskalender.

Wir freuen uns darauf Sie bald & häufig begrüßen zu dürfen!

Ihre Sternwarte Lübeck

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Astronomietag am 5. April 2014 mit viel Nebel

Auch in diesem Jahr gab es wieder eine ganz besondere Gelegenheit, den Sternenhimmel zu erleben: Den Astronomietag, an dem die Sternwarte zum Schnuppern und Stöbern einlud.

Der Himmel spielte leider nicht ganz mit, so dass sich den rund 300 Besuchern beim Blick nach oben meist nur eine graue Nebelsuppe zeigte. Nur kurz lugten am späteren Abend Mond und der Planet Jupiter durch den dichten Schleier.

Als „Trockenprogramm“ boten wir daher mehrere allgemein verständlichen Vorträge für Kinder und Erwachsene an. Und natürlich bestand die Möglichkeit, sich unser großes Fernrohr und die vielen kleinen Teleskope, die auf dem Schulhof aufgebaut waren, erklären zu lassen. Mangels klaren Himmels wurden dort statt Mond nun Bäume aufs Korn genommen, ein Anblick, der für viele ebenso überraschend war. Für warme Getränke und Snacks sorgte unser Team vom Space-Café.

Astronomietag 2014

Astronomietag 2014

Astronomietag 2014

Astronomietag 2014

Astronomietag 2014

Astronomietag 2014

Astronomietag 2014

Astronomietag 2014

Astronomietag 2014

Astronomietag 2014

Der Astronomietag findet jedes Jahr an einem Samstag statt – im Jahr 2014 bereits zum zwölften Mal. Überregionaler Veranstalter ist die „Vereinigung der Sternfreunde e.V.“. Jährlich nehmen bis zu 200 Sternwarten und Planetarien am Astronomietag teil. Mehr zu diesem Astronomietag und den Terminen der kommenden Jahre erfahren Sie unter www.astronomietag.de.

Eine weitere Chance auf Himmelbeobachtung am klaren Himmel besteht bereits am kommenden Freitag, 11. April, dann freuen wir uns, Sie ab 21:00 Uhr bei uns begrüßen zu dürfen.

Für den Herbst planen wir einen weiteren Tag der offenen Tür.

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Beobachtungsnacht

Am 22. Februar klarte der Himmel nach Wochen wieder auf. Dies nutzten einige Lübecker Sternfreunde, um eine fantastische Beobachtungsnacht zu verbringen. Besonders wurde der galaxienreiche Frühlingshimmel aufs Korn genommen.

Die Galaxie NGC 4565 im Sternbild "Haar der Berenike" ist rund 30 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt (Tim Quandt)
Die Galaxie NGC 4565 im Sternbild „Haar der Berenike“ ist rund 30 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt (Aufnahme von Tim Quandt)
Die Galaxie NGC 4565 im Sternbild "Haar der Berenike" ist rund 30 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt (Zeichnung von Christoph Quandt)
Die Galaxie NGC 4565 im Sternbild „Haar der Berenike“ ist rund 30 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt (Zeichnung von Christoph Quandt)

 

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Supernova

Vor wenigen Tagen leuchtete in der Galaxie M82 im Sternbild „Großer Bär“ eine Supernova auf, eine gewaltige Sternenexplosion. Oliver Paulien gelang diese Aufnahme durch das Teleskop der Sternwarte Lübeck. Die Position der Supernova ist im zweiten Bild durch die beiden Linien angedeutet, sie befindet sich am gedachten Schnittpunkt.

Supernova in M82 (Oliver Paulien)

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