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Besonderes Vortragsangebot

Wieder ein gut besuchtes Vortragswochenende in der Sternwarte. Der Vortragsraum war am Astro-Freitag wieder bis auf den letzten Platz besetzt.

Reinhard Görke begann das Programm mit seiner monatlichen Vorschau auf astronomische Ereignisse im Mai. Danach folgte ein toller Beitrag aus unserer „Jugendabteilung“. Die Schülerin Anastasia Friese, die zum ersten Mal in diesem Rahmen einen Vortrag hielt, berichtete von einer besonderen und einmaligen Wolkenformation auf dem Planeten Saturn, dem sog. Saturn-Hexagon. Die begeisterten Gäste applaudierten nach dieser gelungenen Premiere.

Anastasia Friese, Schülerin und Referentin unserer astronomischen Jugendabteilung

Am Sonnabend nahm dann  Andrea Sittig-Kramer, Lehrerin aus Uelzen, die Zuhörer mit auf einen außergewöhnlichen Flug. „Ich durfte mitfliegen“war der Vortrag überschrieben. An Bord eines umgebauten Jumbo-Jets befand sich ein großes Spiegelteleskop, das in 14 000m Höhe im Rahmen des SOFIA-Programms Aufnahmen von Himmelsobjekten machte. Ein spannender Beitrag von Andrea Sittig-Kramer, den unsere Gäste bei unserem Jubiläumsteleskoptreffen (10.STATT)  noch einmal hören können.

Andrea Sittig-Kramer nahm die Zuhörer mit auf ihren Flug mit SOFIA

Abschluss des Astrowochenendes  bildete ein immer wieder interessantes Raumfahrtthema unseres Referenten Matthias Gruhn-Creutzburg: „Technik der Apollo“. Es war der Auftakt zu unserer Reihe zum 50jährigen Jubiläum der Mondlandung.

Sternwarte to go

Unser Referententeam bietet nicht nur vor Ort in den Räumlichkeiten der Sternwarte besondere Präsentationen und Vorträge. Immer öfter kommen Anfragen von Institutionen (z.B. TU Clausthal science on the rocks oder das Kloster Walkenried). Eine Seniorenresidenz in Hannover organisierte vor wenigen Tagen eine Veranstaltung, in der Utz Schmidtko Polarlicht-Impressionen präsentierte. Viele der Anwesenden waren so begeistert, dass sie am liebsten im Herbst mit nach Tromsö fliegen möchten. Ein Besuch einer Senioren-Gruppe in unserer Sternwarte ist in Planung.

Der Referent nahm fast 100 begeisterte Senioren mit auf seine Polarlichttour

Frühlingszeit ist Galaxienzeit im Harz!

Frühlingszeit ist Galaxienzeit im Harz!

Die Spiralgalaxie NGC 4725 im Sternbild Haar der Berenice is nicht nur schön anzuschauen, sie weist auch noch eine Besonderheit auf: Im Gegensatz zu den meinsten anderen Galaxien hat diese nur einen einzigen Spiralarm. Das balkenförmige Zentrum zeigt mit seiner gelblichen Färbung, dass es sich hier um eine ältere Sternpopulation handelt.
NGC 4725 befindet sich in einer Entfernung von 41 Millionen Lichtjahren.
Mit im Bildfeld ist NGC 4747, die in Wechselwirkung der Gravitationskräfte mit NGC 4725 zu langen Gezeitenschweifen auseinandergeogen wurde.
Unserem Mitglied Astrofotografen Olaf Finger gelang diese Aufnahme in nur einer Nacht vom 01. auf den 02. April. Die Aunahme zeigt zudem im Hintergrund zahlreiche Galaxienhaufen im tiefen Universum 100te Millionen bis Milliarden von Lichtjahren hinter den Vordergrundgalaxien.
Die Bedingungen für DeepSky Fotografie sind an unserem Standort in Sankt Andreasberg durch die Höhe und den lichtgeschützten Ort einzigartig in Norddeutschland.
Ort: Sternwarte Sankt Andreasberg, Säule 5
Aufnahmezeit: 01.04.2019
Mondalter: kurz vor Neumond

Aufnahmedaten:
Luminanz 42*120s
Rot 43*120s
Grün 43*120s
Blau 45*120s

Integrationszeit: 5h 46min
Sensor Temperatur: -20°C

Bearbeitungsprozess:
THELI: Datenreduktion, Astrometrie, Stacking, Künstliches Luminanzbild (mean) aus L+R+G+B, Farbkalibrierung (APASS Katalog)
CCDSharp: Deconvolution
Fitswork: LRGB-Bild Kombination, Stretching, Farbkontrast Anpassung.

Ausrüstung:
200/800 Selbstbau-Newton auf Losmandy G-11
QSI 660 wsg mit Astronomik LRGB Type 2c Filter, GPU Korrektor
Off-axis Guiding mit SBIG St-i
Guidingsoftware: PHD2
Aufnahmesoftware: Sequence Generator Pro

Tag (und Nacht) der Astronomie in Deutschland

Bereits um 10 Uhr strömten die ersten astronomiebegeisterten Gäste und Besucher in Richtung Sternwarte St. Andreasberg. Bis in die Nacht kamen dann Kinder, Jugendliche, Erwachsene (bis aus Hamburg), um das astronomische Angebot der offenen Sternwarte(n in Deutschland) zu nutzen: Sonnenbeobachtung mit Spezialteleskopen, Präsentationen – von Namibia, Polarlichtern bis zur Raumsonde, die auf der Rückseite des Mondes gelandet war. Die letzten der mehr als 200 Gäste konnten bis in die Nacht – durch Sternwartenteleskope aber auch durch mitgebrachte Teleskope – Himmelsobjekte beobachten und auch fotografieren. Unser Shop- und Küchenteam trugen kreativ und liebevoll dazu bei, dass unsere Gäste mit leckerem Essen und Getränken versorgt wurden. Bilder

Jede Wolkenlücke wurde genutzt, um einen Blick auf verschiedene Himmelsobjekte zu bekommen.

Astronomietag 30. März 2019

Auch im Norden Deutschlands sind viele Vereine und Sternfreunde aktiv dabei, den bundesweit von der Vereinigung der Sternfreunde ausgerufenen Astronomietag zu einem Erlebnis zu gestalten. Das Motto „Möge die Nacht mit uns sein“ korrespondiert ganz klar mit der am gleichen Tage stattfindenden EARTH HOUR des WWF. Zwischen 20:30h und 21:30h sind alle Menschen aufgefordert das Licht auszuschalten. Die natürliche Nacht auf Erden ist für die gesamte Flora und Fauna lebensnotwendig. Der Glanz der Sterne ist dabei nur ein Gradmesser gegen die vom Menschen gemachte Lichtverschmutzung der Nacht.