Archiv der Kategorie: Allgemein

Gaia schaut bei der Planetenentstehung zu

Der ESA-Satellit Gaia hat erstmals Hinweise auf Begleiter in sehr jungen Sternsystemen gefunden – darunter mögliche Planeten, die sich gerade erst bilden. Planeten entstehen in protoplanetaren Scheiben aus Gas und Staub um junge Sterne. Bisher war dieser Prozess nur sehr schwer direkt zu beobachten. Die Raumsonde Gaia misst extrem genau, wo Sterne am Himmel stehen und wie sie sich bewegen. Dabei gelang es jetzt erstmals, auch bei jungen, instabilen Sternen die typischen minimalen Positions- und Bewegungswechsel nachzuweisen, die entstehen, wenn ein für uns unsichtbarer Begleiter (z. B. ein Planet) mit seiner Gravitation an einem jungen Stern „zerrt“. Die Europäische Südsternwarte (ESO) hat basierend auf Beobachtungen mit dem Atacama Large Millimetre Array eine Collage von den 31 entdeckten protoplanetaren Scheiben veröffentlicht. Die vermuteten Positionen der Begleiter sind in Cyan markiert. Unten rechts ist zusätzlich eine Rekonstruktion unseres Sonnensystems abgebildet, wie es vermutlich in einem Alter von einer Million Jahren ausgesehen hat. In Cyan ist die Lage der Jupiterbahn eingezeichnet.

Bild: ESO, ESA/Gaia/DPAC, M. Vioque et al.
Bild: ESO, ESA/Gaia/DPAC, M. Vioque et al.

Starke Polarlichter über Hannover

Heute waren am Abend über Hannover extrem starke Polarlichter zu bewundern. Aufgrund eines „Sonnensturmes“ wurden viele elektrisch geladene Teilchen Richtung Erde geschleudert und brachten die obere Atmosphäre zum Leuchten. Gegen 23.00 Uhr war die erste Aktivitätsphase beendet, es kann im Laufe der Nacht aber nochmals bunt werden am Himmel über Hannover. Unsere Allsky-Kamera beobachtet die … Starke Polarlichter über Hannover weiterlesen

Polarlichter über dem Harz

In der vergangenen Nacht zeigte sich über Deutschland ein außergewöhnliches Naturschauspiel: Extreme Polarlichter erhellten den Himmel mit einer Intensität, wie sie seit über 20 Jahren nicht mehr beobachtet wurde. Selbst in Süddeutschland waren die leuchtenden Strukturen deutlich sichtbar.

Besonders eindrucksvoll präsentierte sich das Schauspiel im Raum Harz. Dort zogen über mehr als eine Stunde hinweg markante grüne Polarlichtbänder über den Nachthimmel und boten einen seltenen Anblick, der viele Beobachter in Staunen versetzte.

Ein Video, aufgenommen von unserem Vereinsmitglied Joshua Koch mit einer AllSky-Kamera in Sankt Andreasberg im Harz, zeigt dieses beeindruckende Schauspiel in besonders schöner Weise.

Eine kleine Auswahl besonderer Fotos, aufgenommen von unseren Vereinsmitgliedern.

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SpaceX senkt die Flughöhe seiner Satelliten

SpaceX senkt die Flughöhe seiner Satelliten

SpaceX hat angekündigt, im kommenden Jahr die Flughöhe seiner rund 4400 Starlink-Satelliten von 550 km auf etwa 480 km abzusenken und damit diesen stark frequentierten Orbit zu verlassen. Erst im Dezember 2025 geriet ein Starlink-Satellit außer Kontrolle und hinterließ eine Trümmerwolke. Mit dem tieferen Orbit bereitet sich SpaceX auf das bevorstehende solare Minimum vor, wenn die abnehmende Sonnenaktivität weniger Energie in die Erdatmosphäre deponiert und diese merklich schrumpft. In der niedrigeren Umlaufbahn spüren die Satelliten den atmosphärischen Widerstand stärker und müssen ihre Höhe regelmäßiger korrigieren. Erreicht ein Satellit das Ende seiner Lebensdauer oder fällt aus, verglüht er innerhalb von Wochen bis wenigen Monaten in der Atmosphäre, statt über Jahre hinweg im Orbit zu verbleiben. Für Astronomen bedeutet die Absenkung, dass die bekannten Starlink-Ketten und -Satelliten früher nach Sonnenuntergang verschwinden, wodurch die störenden Sichtungen abends kürzer ausfallen. Spätestens nach Ende der astronomischen Dämmerung sind alle Satelliten im Lower-Earth-Orbit vollständig im Erdschatten und nicht mehr sichtbar.

Ein Paket von SpaceX Starlink Satelliten, bevor sie in die Erdumlaufbahn gebracht werden. Bild: SpaceX
Ein Paket von SpaceX Starlink Satelliten, bevor sie in die Erdumlaufbahn gebracht werden. Bild: SpaceX

Monatsvortrag: Per Knopfdruck zum namibischen Sternenhimmel – 08.01.26 um 20 Uhr

Die Sternwarte Hannover wünscht allen einen gelungenen Start ins Jahr 2026! Nächste Woche starten wir gleich mit dem ersten Monatsvortrag des neuen Jahres: Wir nehmen Sie mit zu einem der besten Sternenhimmel der Welt! Im Mittelpunkt steht ein außergewöhnliches astrofotografisches Projekt: Eine komplett ferngesteuerte Aufnahmeplattform, die rund 8000 Kilometer entfernt in der namibischen Wüste unter … Monatsvortrag: Per Knopfdruck zum namibischen Sternenhimmel – 08.01.26 um 20 Uhr weiterlesen

„Sternwarte für Kinder“ am 30.12.25 von 17:30 bis 19 Uhr

Unser Weihnachtsgeschenk für Sie: Die Sternwarte Hannover öffnet am Dienstag (30.12.25) von 17:30 bis 19:00 Uhr ihre Pforten für Kinder bis 14 Jahren und deren Begleitung zur gemeinsamen Beobachtung des Mondes. Wer ein Smartphone mitbringt, kann sogar ein eigenes Mondbild durch unser Teleskop machen! Neben dem Mond können auch die Planeten Jupiter und Saturn durch … „Sternwarte für Kinder“ am 30.12.25 von 17:30 bis 19 Uhr weiterlesen

Komet Lemmon am Abendhimmel

Derzeit steht ein relativ heller Komet als Objekt 4. Größe am Abendhimmel: Komet 2025 A6 (Lemmon). Mit bloßem Auge kann man ihn  derzeit nur bei guter Positionskenntnis und dunklem Himmel erkennen. Mit einem Fernglas sieht man den Komet aber sehr schön als relativ kondensiertes nebiliges Objekt mit Schweif, und jede Art von Digitalkamera lässt ihn bei aureichender Belichtung hervortreten.

Komet Lemmon, fotografiert mit einem Seetar S30 Smart Teleskop am 19.10.2025. Hartwig Lüthen

Wie und wo beobachten?

Der Komet steht derzeit bei Dunkelwerden relativ niedrig im Nordwesten. Zur Zeit (22.10.2025) ist der Stern Arcturus im Bootes ein guter Wegweiser. Er zieht dann in Richtung auf das Sternbild Schlangenträger, bewegt sich also von Abend zu Abend in Richtung Südwest. Ein Feldstecher sollte bei der Aufsuche helfen.

22.10.2025 – Abendhimmel

 

25.10.2025

 

28.10.2025

31.10.2025

5.11.2025

Karten wurden erstellt mit Stellarium (www.stellarium.org)

Ephemeride

 

Erläuterung: Daten gelten für 0UT = 1 MEZ = 2MESZ. R.A. und Dek. sind Rektaszension und Deklination (2000.0). r und delta sind der Abstand Sonne-Komet bzw. Erde-Komet  in a.E. (1a.E.=149.6 Millionen km). Mag=Helligkeit. Topt= Optimale Beobachtungszeit in WOZ. Hmax ist die maximale Höhe, die der Komet bei nachtdunklem Himmel (Sonne mindestens 12 Grad unter dem Horizont) erreicht.